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Frauen 1 | BWOL HSG Mannheim vs. TuS Ottenheim 28:31 (15:10)

Zum Vorrundenabschluss reicht es nach der letzten Viertelstunde nur für eine Niederlage

Und so müssen die Flippers vor der Winterpause vom “Trepppchen” steigen und sich nach der Hinrunde mit dem undankbaren vierten Tabellenplatz begnügen.

Fünfundvierzig Minuten ging alles gut, aber ein Spiel hat bekanntlich sechzig. Wieso man in der letzten Viertelstunde so einbrach, fragte sich auch Peter Jano, der die Welt nicht mehr versteht.

Dass man in der zweiten Hälfte einundzwanzig Tore kassiert, nachdem der Gegner im ersten Durchgang gerade mal zehn Treffer erzielen konnte, will mir einfach noch nicht in den Kopf.”

Da gbit es sicher viele Faktoren, die bei so einem Leistungseinbruch mitspielen. Sei es die dreiwöchige Spielpause, die die Mannschaft aus dem Tritt kommen lässt, die Trainingsbedingungen aufgrund mangelnder Hallenzeiten oder auch mangelnder Trainingsbeteiligung oder oder… . Vielleicht fehlt auch nur die Konzentration bis zum Schluss?

Denn anfangs lief alles prima: zwar konnten die Gäste erst mal auf 2:3 vorlegen, doch in der fünften Spielminute erzielte Anne Wild den Ausgleich zum 3:3 für die HSG-Frauen und nach zehn Minuten hatte man sich mit einem Zwischenstand von 7:3 Toren einen ersten ansehnlichen Vorsprung verschafft. Die Abwehr ließ den Gästen nicht viele Möglichkeiten und Kendra Little im Tor machte ihre Aufgabe auch sehr gut. So wurden über 11:5 und 13:8 mit einem Halbzeitstand von 15:10 die Seiten gewechselt.

Auch nach Wiederbeginn lief es ordentlich und man konnte den Abstand weiterhin hoch halten. 18:13 stand es nach fünf Minuten, aber nach dem 18:15 in Spielminute vierzig nahm dann Peter Jano ein Auszeit. Die Mannschaft berappelte sich wieder und und erhöhte innerhalb der nächsten Minute auf 20:15. Nach dem 20:17 vergab Caro Trummer den ersten Siebenmeter, machte ihren Fehler aber gleich wieder gut, indem sie den Nachschuss im gegnerischen Tor unterbringen konnte und gleich darauf noch mal traf. Der Fünf-Tore-Abstand war wieder hergestellt, auch bei 23:18 durch Henrike Fink und letztmals beim 24:19. Alles gut soweit, drei Viertel waren gespielt.

Zehn Minuten vor Spielende kamen die Gäste erstmals auf ein Tor heran. Die Abwehr arbeitete nicht mehr konzentriert und auch die Keeperin hatte nachgelassen. Es kam wie es kommen musste, bald hatten die Gegnerinnen den Ausgleich zum 26:26/53 geschafft. Doch damit nicht genug: Mannheim legte noch einimal vor und nach einem erneuten Ausgleich ging Ottenheim fünf Minuten vor Schluss in Führung! 27:28 und 27:29, woraufhin Peter Jano zum dritten Mal die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legte. Zweineinhalb Minuten waren jetzt noch zu spielen. In dieser entscheidenden Phase scheiterte dann Nadine Titze, die bereits drei Treffer erzielt hatte, am Siebenmeterpunkt und Peter Jano kassierte eine Zweiminuten-Strafe, so dass sein Team den Rest des Spiel in Unterzahl zu Enden bringen musste. Mannheim glückte nichts mehr, vom Aufsetzer der übers Tor ging oder ungenauen Pässen und auch die Torfrau schaute nun noch zwei mal hinter sich. 27:31 für Ottenheim 40 Sekunden vor Abpfiff. Über einen verwandelteten Siebenmeter zum 28:31 Endstand konnte sich nun auch niemand mehr freuen.

Weiter geht es erst nach einer langen Winterpause am 21.01.2018. Dann reisen die HSG-Frauen an den Bodensee zum SV Allensbach.

Für die HSG spielten:

Stella Gudenau (Tor), Kendra Little (Tor), Hannah Edelmann 3, Henrike Fink 3, Cora Goldmann 2, Monja Lorenz 1, Carmen Ringler 1, Anke Schalk 3, Jennifer Schlipf 2, Nadine Titze, Caro Trummer 6/1, Caroline Vreden 3, Anne Wild 3

trainiert von: Peter Jano

betreut von: Anja Ferger, Rolf Bellmann (Physio) und Nathalie Schützdeller

Torfolge:

5. 3:3, 10. 6:3, 15. 7:4, 20. 11:6, 25. 13:8, 30. 15:10, 35. 18:13, 40. 18:15, 45. 23:18, 50. 25:24, 55. 27:28, 60. 28:31

7-Meter 3/1– 6/4

Zeitstrafen 3 – 3