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Frauen 1 | BWOL HSG Mannheim vs. SG Kappelwindeck/Steinbach 22:28 (11:13)

Mannheim unterliegt mit “Pauken und Trompeten” gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach

Für viel Wirbel, nicht nur spielerisch, auch mit Stimmung und Lautstärke, sorgte am Samstag Abend die SG Kappelwindeck/Steinbach in der Richard-Möll-Halle in Seckenheim.

Mit großer akustischer Ausrüstüng war der starke Fanblock der Rebländer zu dieser Partie angereist, um ihrer Mannschaft die größtmögliche Rückendeckung zu geben. Auch die HSGlerinnen waren – nicht nur zuschauermäßig – gut vorbereitet für dieses Spitzenspiel und so startete man auch ansprechend in die Begegenung. Nach zwölf Spielminuten stand es 5:4 für Seckenheim. Durch einen vergebenen Siebenmeter hat man es verpasst, den Vorsprung zu erhöhen, was für diese erste Halbzeit und schlussendlich für das ganze Spiel richungsweisend werden sollte. Die Gäste straften die HSG danach ab und glichen sofort zum 5:5 aus. Im Gegenzug wurden erneut zwei Siebenmeter daneben gesetzt und die Kontrahentinnen kamen nach der ersten Viertelstunde mit dem 5:6 wieder in Front. Noch einmal glückte der Ausgleich, doch der nächste Siebenmeter für die HSG ging wieder in die Arme der gegnerischen Torfrau. Nach dem dem ersten Durchgang hatte man sage und schreibe sechs Siebenmeter in den Sand gesetzt und musste mit einem mageren, aber doch noch offenen und Zwischenstand von 11:13 Toren in die Halbzeitpause gehen.peter st.leon monja

So soll es auch sein, in einem Spitzenspiel. Eine spannende und auf Augenhöhe ausgetragene Partie. Bis dahin alles gut, aber nach Wiederbeginn setzte sich der “Siebenmeter-Fluch” fort: zwei mal scheiterte die HSG zu Beginn der zweiten Hälfte und schnell stand es 12:17 für die Gäste. Auch eine Auszeit konnte die Flippers heute nicht zurück in die Spur bringen. Es war wie verhext. Die Mannschaft blieb heute weit unter ihren Möglchkeiten. Im Angriffsspiel klappte nun gar nichts mehr. Die Fehlpässe häuften sich und vorne wurde viel zu früh versucht, abzuschließen. Über 14:21 und 17:23 kam man zwar zehn Minuten vor Spielende noch mal auf vier Tore heran (19:23) – ein kleiner Lichtblick – , doch in Unterzahl kassierten die HSGlerinnen nun zwei Torte zum 19:25 und fünf Minuten vor Schluss stand schon ein 19:26 zu Buche. Es wurden einfach zu viele Fehler gemacht in dieser Begegnung, zwar auch von den Gästen, aber die HSGlerinnen prodizierten noch mehr. Der Rest vom Spiel, das man besser schnell vergessen sollte, war nur noch Makulatur. Schließlich siegten die jungen Gäste heute verdient mit 22:28 Toren.

Nicht nur Peter Jano zeigte sich enttäuscht, ob der heutigen Vorstellung der HSG-Frauen. Allein die acht vergebenen Siebenmeter haben uns heute das Genick gebrochen”, meint Peter Jano. Und der Stachel sitzt tief. “Wir hätten in der ersten Hälfte bereits die Weichen stellen können, haben uns aber selbst im Weg gestanden.” Und eine bedauernswerte Monja Lorenz, die nun ihren früheren Verein zum Sieg beglückwünschen musste, ärgerte sich ebenso über die Fehler ihres Teams. Doch Anja Ferger, sportliche Leitung Frauen, relativiert: “Diese Spiel war wirklich keine gute Leistung. Aber die Mannschaft ist stark genug, um die Fehler zu ananlysieren und zum nächsten Spiel gegen Ottenheim wieder zu alter Spielstärke zurück zu finden.”

Zum letzten Hinrundenspiel am 16.12.2017 werden die Flippers erst nun recht zeigen wollen, wie anders ein Handballspiel aussehen kann.