IMG-20171112-WA0000

TG 88 Pforzheim vs. HSG Mannheim 26:26 (11:14)

Starke Vorstellung bis fast zum Schluss – aber letztendlich reicht es nur zu einem Unentschieden

Mit der Schlusssirene und einem letzten Treffer der Gastgeber, ausgerechnet von Stefanie Kurstak, einer ehemaligen HSGlerin, hat man am Samstag Abend einen wohlverdienten Sieg verspielt. So reichte es nur zu einem 26:26 Unentschieden.

Krankheitsbedingt war man nur mit einer „Rumpftruppe“ in die Goldstadt gefahren, aber die wenigen mitgereisten Fans erlebten eine starke und spannende Vorstellung mit einer ordentlichen Portion Kampfgeist. “Am Ende war dann einfach die Luft raus. Zwei Spielerinnen mehr auf der Bank und wir hätten den hart erarbeiteten Vorsprung wahrscheinlich auch gegen Ende über die Zeit gebracht”, so Peter Jano. “Aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen: sie haben alles gegeben, der Teamgeist war da, die Mädels sind Vollgas gegangen, aber nach 50 Minuten war halt die Luft raus.”

Die beiden Nordbaden-Teams lieferten sich in der ersten Hälfte ein Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften lagen meist gleich auf oder einen Treffer in Front, wobei die Führung immer wechselte. Erst zur Halbzeitpause konnte sich Mannheim durch Treffer von Cora Goldmann und Nadine Titze erstmals mit drei Toren absetzen und beim Stand von 11:14 wurden die Seiten gewechselt.

Hoch motiviert kam die Jano-Sieben aus der Kabine und nach fünf Spielminuten im zweiten Durchganng lag man bereits mit fünf Toren in Führung. Nach sieben Minuten beim 15:19 nahm Jano eine Auszeit, um seinen Spielerinnen, eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Caro Vreden und Anne Wild erhöhten danach auf 15:21, worauf Pforzheim seinerseits ein Timeout forderte. Bis zum 16:22 durch Jennifer Schlipf konnte man die Goldstädterinnen auch noch auf Abstand halten, doch der Kräfteverschleiß machte sich nun – bei nur zwei Auswechselspielerinnen auf der Bank – bemerkbar und innerhalb von drei Minuten hatte Pforzheim zum 20:22 aufgeholt. Jetzt legte Peter Jano die letzte grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Der Anschlusstreffer durch Pforzheim zum 21:22 erfolgte jedoch auf dem Fuss. Zehn Minuten vor Spielende vergab Mannheim noch einen Siebenmeter, was dann auch, nach einem Foul von Caro Vreden, mit einem verwandelten Siebenmeter für Pforzheim bestraft wurde. Jetzt war der Ausgleich wieder hergestellt und das Zwischenergebnis von 22:22 Toren leuchtete jetzt in großen Lettern auf der Anzeigetafel. Im Endspurt konnten die Flippers jeweils ein Tor vorlegen, das Pforzheim mit dem Ausgleich beantwortete. titze 2Zwei Minuten vor Spielende wurde Nadine Titze, die bis dahin acht Tore geworfen hatte und heute erfolgreichste Torschützin der HSG war, mit einer Zwei-Minuten-Strafe vom Spielfeld geschickt. Wieder erzielte Pforzheim per Siebenmeter den Ausgleich zum 25:25. Und auch die letzte Spielminute blieb hoch brisant: wieder gelang Mannheim – nun bis zum Spielende in Unterzahl – durch Cora Goldmann ein Führungstreffer. Doch ausgerechnet Steffi Kurstak, machte die Arbeit der Flippers zunichte, als sie mit dem Schlusspfiff ihrer Mannschaft das Unentschieden rettete.

Somit führt Mannheim, punktgleich mit Bönnigheim und Pforzheim, aktuell wieder die Tabelle an.

Weiter geht es mit drei Heimspielen in Folge: am nächsten Samstag gegen den Neunten, die FSG Donzdorf/Geislingen, die mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 10:10 Zählern anreist.

Für die HSG spielten:

Stella Gudenau (Tor), Kendra Little (Tor), Hannah Edelmann 1, Cora Goldmann 6/2, Monja Lorenz 1, Anke Schalk, Jennifer Schlipf 4, Nadine Titze 8/1, Caroline Vreden 3, Anne Wild 3/1

trainiert von: Peter Jano

betreut von: Rolf Bellmann (Physio)

Torfolge:

5. 3:3, 10. 4:5, 15. 8:7, 20. 9:8, 25. 11:12, 30. 11:14, 35. 14:18, 40. 15:19, 45. 17:22, 50. 21:22, 55. 23:23, 60. 26:26

7-Meter 4/4– 6/4

Zeitstrafen 6 – 3